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Warum es RadioEins sein muss

1995 hab ich KissFM gehört. Englische Musik von Englischsprechenden vorgestellt. 1998 war es dann wohl Radio Fritz. Breiteres Spektrum und nicht so schlechte Hiphop-WischiWaschi-Sprüche in Pseudo-Schulhof-Slang, vorgetragen von 25Jährigen. Aber Jetzt ? Ab und zu schalt ich noch auf die Anderen um, nur um zu bemerken, dass ich das nicht mehr will. Teenieslang und Mittelstufengekicher. Ganz Schlimm : Die Klassiker der Musikgeschichte verkommen bei diesen Sendern zu Hotrotations-Songs, wo bleibt das Ehrgefühl und die Gänsehaut, wenn man mal wieder Abba’s Glanz&Glamour hört, die Jackson5 mit ABC die Lautsprecher aufdrehen lässt oder Lynyrd Skynyrd mit Sweet Home Alabama eine Ode auf ihr Leben zum Besten gibt.

radioeins

Ich bleib bei RadioEins und kann jedem stiloffenen Hörer dazu raten, auch mal reinzuhören. Ja, sie haben auch eine Hot-Rotation, ja, die kann einem auch auf den Geist gehen. Werbung ? Seltener als bei den Anderen. Radio1 bekennt sich und bedankt sich für die Zahlung an die GEZ. Zumindest hier sind die Gesprächsthemen sehr viel interessanter als bei den Anderen. Ich werde wohl alt, dass ich mehr hören will als nur “wer hat mit wem ein Techtelmechtel” oder “Schaut mal, was XX trägt”. Deren tägliche Informationsmenge entspricht etwa dem jährlichen Infoaufkommen auf den Teenie- und 70/80/90s-Sendern.

RadioEins hat verflucht interessante -vor Allem- regelmäßige Beiträge. Montags ist zum Beispiel die Musikanalyse sehr hörenswert, ab etwa 19.40h wird ein bekannter Song musikalisch analysiert. Songaufbau, Anleihen aus anderen Songs. Grad’ für Musiker sehr spassig. Es lohnt, jeden Abend ab etwa 18.45h einzuschalten und die Popsplits zu hören. Die Geschichte hinter einem Hit, sehr interessant. Auf der Radio1-Seite sind inzwischen 772 Popsplits zusammengetragen. Um 11.10h ist die Namenforschung dran, nicht dass Namenforschung immer so interessant ist, aber die Hauptdarsteller der Reihe sind inzwischen Kult, echte Individuen. Nicht zu vergessen der Samstag, der mit den Profis um 9.00h beginnt. Ein immer sehr interessanter Kurzauftritt von Herrn Dr. Mark Benecke, dem Vampirologen und Todvariations-Philosophen (Podcasts der letzten Interviews hier). Ab 14.00h auch noch Escape, die Sendung rund um die Computerwelt, auch hier ein Kurzbesuch vom Heiseverlag, den c’t-Schreiberlingen.

Hier einige hörenswerte Podcasts:

Benecke und das Geld der Aktien-Profis, Benecke und die homöopathischen Medikamente, Einblick bei den Sonntagsfahrern, 12.00Uhr Mittags, das Kinomagazin

Kurzum, ich mag RadioEins, die HotRotation ist vorhanden, nervt aber nicht so sehr, wie bei den Top-Pop-Sendern, musikalisch trotzdem weit gefächert. Werbung ist irgendwo auch dabei. Inhaltlich weit an der Spitze, Themen, die einem Ü30 mehr gefallen als das stetige “Boah, voll geil der neue Wagen von..” oder das immerwährende Teenie-”hihi..”. Ab und los zu RadioEins, ich weiss nicht, ob Deutschland ansonsten so einen Sender zu bieten hat. Mit Grüßen chmee

GameMusic ist Kewl!

VideogamesThemesKlassiker der Videospielegeschichte neu eingespielt. Amüsant und herzzerreissend. Jedesmal ein Anflug von Gänsehaut und die Freude, dass etwas in die Ewigkeit getragen wird. Kann die Theme von SuperMario etwa in die Historie eingehen wie einst Beethovens No9 ? Chris Hülsbeck, Koji Kondo oder Rob Hubbard müssen in der musikalischen Geschichte verewigt werden. Hier die Liste von Videospielekomponisten.

 

SuperMario Quintet

SuperMario auf zwei Gitarren – Zack Kim

Medley Quintet

Chris Hülsbeck Great Giana Sisters in einer Orchesterversion

Chris Hülsbeck TurricaneII

Rob Hubbard Monty on the Run Gitarrenrock

Monty on the Run als Orchesterversion

Rob Hubbard International Karate

 

 

technologische Singularität mit Nvidia ?

Sind die Coprozessoren wieder da?

technologische_SingularitaetAm 10.08.2009 macht in IT-Kreisen die Runde, Nvidia wolle bei den nächsten Entwicklungen mit Überraschungen aufwarten. zB Hier bei Heise zu Lesen. Ich halte die Aussage eines Onboard-GPU-Beschleunigers für recht wahrscheinlich.  Eine Onboard-Grafikkarte, die lediglich als  Hilfsprozessor dient. Ein entscheidender Schritt ? Gleichzeitig fühle ich mich an Zeiten erinnert, als Intel den Hauptprozessoren FPU-Koprozessoren an die Seite gab, Typenbezeichnung entsprach dem unterstützten Prozessor +1, also für den 386 eben 387. Geendet hat es, als der 486DX die FPU einverleibt bekam(1989). Jahre später, einfache Fließkommazahlenberechnung sind kein aufwendiges Thema mehr, musste für die Konsumer der nächste prestigeträchtige Name für eine Erweiterung her – MMX (Matrix Math Extensions oder auch MultiMediaeXtension)(1995) – unterm Strich nur eine weitere Coprozessor-Einheit (auf dem Prozessor). Und es dauerte lange, bis alle Programme den Zusatz MMX verstanden. Das gleiche dann auch mit SSE (1999)

Inzwischen ist man bei SSE4. Einerseits bringen die “CoPro”-Einheiten und die Befehle eine Menge, leider werden sie nicht immer unterstützt, das aktuelle Adobe Premiere Pro 4 unterstützt lediglich SSE2 von 2000. Andersrum eigentlich noch schlimmer : Premiere Pro 2 ließ sich nur noch benutzen, wenn die SSE2-Extension vorhanden war.

Von den Grafik-Coprozessoren gab es genauso Unmengen an Innovationen, die leider unter “Wird selten Unterstützt” litten. Lediglich eine hardwarebeschleunigende Karte hat wirklich Aufsehen erregt, das waren die 3dfx-Voodoo-Karten(1996) mit ihrer Schnittstelle Glide. Nvidia dagegen kam mit der Riva-Serie ins Spiel (1997) (zeitgleich buhlte ATI mit den Mach/Rage-Serien um Aufmerksamkeit) und konnte dann mit der GeForce-Reihe den endgültigen Sieg erringen – Gegenstück von ATI -> Radeon. In letzter Zeit versuchte man noch weitere Konzepte, zB die Physics-Karten (zB Ageia PhysX) oder die Raytracingkarte von Caustic Graphics. Ageia ist inzwischen von Nvidia geschluckt worden, deren Software ist in die Nvidiatreiber eingeflossen und die Hardware vom Prozessorsystem der Grafikkarte übernommen worden.

Echt langer Rede noch längerer Sinn : Nach dem Mooreschen Gesetz sollte sich die  Transistormenge auf einem Chip etwa alle 18 Monate verdoppeln. Oft genug wird das Mooresche Gesetz aber zu der Aussage missbraucht, dass sich die rechnerische Leistung verdoppelt. Diese Aussage stimmt aber nicht. An dieser Stelle könnten uns die Recheneinheiten der Grafikkarten ganz gehörig unter die Arme greifen. Wie wäre es mit der Behauptung, dass sich damit alle Berechnung im Schnitt um den Faktor 10 beschleunigen lassen? In manchen Fällen nur 2x, in anderen dafür bis zu 120x. Die Hersteller bewerben gerne die Rechenkraft ihrer Prozessoren; Nvidia und auch ATI geben für ihre Zwerge eine Power von knapp 1TFlops an. Nur eine Frage der Zeit, wann ein Rechner die Komplexität und “Rechenkraft” eines Gehirns erreicht hat. Nehmen wir als Mittelwert eine Gehirnrechenfähigkeit von etwa 1PFlops (Peta = Billiarden = 10^15 / Flops = Kommazahlen). Der zur Zeit erhältliche Konsumerrechner mit einem Intel Quadcore bei etwa 2,6GHz wirft etwa 20GFlops raus. Das ist grob 1/50.000 der Gehirnleistung. Wenn also alle 2 Jahre die Rechenpower verdoppelt würde,  wäre es in etwa 31 Jahren soweit, dass der Zuhauserechner die Leistung eines Menschen hat. Uiui. Vielleicht kann uns so eine Grafikkarte dabei die Zeit erheblich verkürzen ? Übrigens, das zur Zeit schnellste Rechensystem ist der Roadrunner mit etwa 1Peta-Flops. Anderer Gedankengang : Der aktuelle Zuhause-PC ist so schnell wie der weltschnellste Rechner des Jahres 1989. Damals, als der 486er eine eigene FPU eingebaut bekam.

-chmee

Zusätze:

Eigenen Rechner mit Linpack-Linx testen. Hier, offizielle Linpack-Seite und der Wiki-Eintrag, Begrifflichkeit der Futurologentechnologische Singularität, Ray Kurzweil

Ich habe in den Rechenbeispielen ganz grob unter den Tisch fallen lassen, dass in wissenschaftlichen Berechnungen jene Fließkommazahl in doppelter Genauigkeit gefordert wird, während die Hersteller der Grafikkarten mit einfacher Genauigkeit arbeiten. Ein erheblicher Unterschied, aber für die philosophische Natur der Frage eher zweitrangig.

Nachtrag 19.September 2009

AMD ist jetzt mit ihrer 5000er Serie raus, die als 5870 auf dem Papier 2,5TFlops bewältigt, als X2 sogar knapp 4GFlops. Nvidia steht kurz vor dem Release der 300er Reihe mit sicherlich ähnlichen Werten.

RTLNow in XBMC

rtlnow 4 xbmcJuhei, Ich saß also an diesem Problem. Die “noch nicht fertige” Lösung ist ein Python-Miniscript (Videoplugin), welches die freien Videos der RTL-Now-Seite scraped und dann zum Abspielen bereitstellt. Abgesehen davon, dass die scheinbar ständig an der Seite rumwerkeln (das macht sich beim Datensammeln per Regex bemerkbar) ist das Hauptproblem, dass die per RTMP gesendeten FLV-Videos verschiedene Schutzmechanismen nutzen können, zB in diesem Fall die SWF Verification, welche die Checksumme des Players unregelmäßig (etwa jede Minute) abfragt. Wenn diese nicht kommt, bricht das Video ab. Somit kann ich im Moment nur sagen,

  • Ja, alle Online-Videos werden mit dem Plugin gefunden
  • Ja, alle freien Videos können gestartet werden
  • Ja, das Video bricht nach etwa 1 Minute ab, weil die Verification Response nicht kommt.

Man wird sehen, ob die XBMC-Developer irgendwann so etwas einbauen werden. Sowas kann auch recht schnell nach Hinten losgehen und XBMC hat ne Anzeige, weil die Software ermöglicht, nicht für die Software bestimmte Videos abspielen zu können. Vielleicht seh ich es aber auch nur zu eng.. Übrigens, Hier noch der Link zum XBMC-Forum, wo ich ständig auf Neuigkeiten hoffe

Hier zum Download die Version v.096 (Stand : 02.08.2009)

v0.961 – Die haben n bissel an der Schraube gedreht, ich hab nachjustiert.. thirdslash in rtmp_url

Hier zum Download die Version v.0961 (Stand : 29.09.2009)