Musical RoundUp 2014 [de]

Hohaa. Ich muß mich vor Allem bei jenen bedanken, die ihre Musik öffentlich und gratis zur Schau stellen. Danke liebes Netz, dass ich in diese schiere Menge reinhören darf. Was hat mich nun dieses Jahr wirklich betört? Fangen wir mal bei den populären Sachen an, ich muß schon irgendwie sagen, dass deutscher Hiphop mit SSIO mal wieder an Kraft gewonnen hat, ohne kompletter Anal-Auswurf zu sein. Witziger Battlerap, gut produziert, dennoch ohne aufgesetzter Textfäkalakrobatik und/oder Pseudo-Gangster-Verhalten.. Wer ist SSIO? SSIO!

Und? Weiter? Naja, letztlich war es Ende letzten Jahres, als Pharrel Williams mit Happy endlich mehr als nur Soundtrackzusatz (Despicable Me 2) war. Das Ding rollte dann durch unseren Frühling und Sommer, als gäbe es nie einen anderen fröhlichen Song. Nebenstory: Der Steadicam-Operator hat dann auch mal erzählt, wie er die 24hours of Happy überlebt hat. Atemlos wurde leider zum deutschen Jahreserfolg, aber dann ist es „nur“ eine gut produzierte Pop-Elektro-Einlage der zur Zeit größten deutschen Ausverkaufs-Entertainerin. Letztlich eine Nachwehe auf die ESC-Gewinnerin Loreen. Links nicht wirklich erforderlich.

Marteria hat mit seiner zweiten Platte eine souveräne Arbeit hingelegt, angenehme Features. Nach mehrmaligem Hören blieb mir dann – neben Campinos Colabo in Die Nacht ist mit mir – Bengalische Tiger länger im Ohr, Chorus geht nach vorn, Synthbass und Lead sind nicht unschuldig daran 🙂

Und Sonst so?

Kiesza mit Hideaway. Clean Bandit Rather Be, eine kleine Ode an die Liebe, ähnlich süß verpackt wie damals, 1999, Sweet like Chocolate von Shanks&Bigfoot.

Weg vom Pop? Ja gerne, nur hab ich da keine großen Ausflüge gemacht. Dennoch bin ich hängengeblieben bei den neuen jungen Jazzern, zB Dirty Loops oder FLR Project, die durch Cover bekannt wurden. Dirty Loops hat dann endlich mal ne Platte veröffentlicht. Poppig? Ja schon, aber in einer verdammt hohen Qualität. Kurzum, viel Spaß beim Hören gehabt. Habe mich an die Bläser- und Synthgewitter der vergangenen RnB/Soul-Stars erinnert gefühlt.


Dann aber kam noch Snarky Puppy über mich. Uaah. Riesig. Sofort werden Erinnerungen an Zappa oder John Maughlin’s Mahavishnu Orchestra wach. In diesem Fall kann ich nur empfehlen, sich durch die Youtube-Videos zu schwingen. Lingus, famoses Werk, schon beschämend, dass ich noch Pop höre. (Man möchte ja nicht zu einseitig sein..

Das letzte Mal hatte ich so einen Spaß bei Focus von Cynic) Die DVD/CD Family Dinner Volume One (2012) ist ein fantastisches Werk. We like it here, genauso ein Schmaus für Auge und Ohr. Jedenfalls kann ich mein musikalisches Jahr 2014 beruhigt mit diesem Team ausklingen lassen.

Wenn Ihr noch weitere – abseits des Mainstream gelegene – Musiker/Bands/Werke nennen könnt, Bitte und Los.

Nachtrag

Na, da hab ich doch wirklich schicke Musik empfohlen bekommen. Zum Einen wäre da Fat Freddys Drop, sehr angenehmer Dub-Raggae mit jazzigem Soul-Einschlag. Hörtip, die 2009er Platte Dr.Boondigga & the Big BW. Neuseeland lässt grüßen. Jungle, erkennbarer Downtempo-Brit-Pop-Elektro Richtung Moloko, Morcheeba, sehr wohl tanzbar und funky. Da wäre noch FKA twigs, sehr moderner durchgeknallter RnB mit einer unfassbaren Stimme. Weiterhören schwer nötig, Platte heisst LP1 😉

2 Kommentare

  1. Cinejunkie

    Hejhej Chmee, TY für die Musikvideos…
    also Dirty Loops Album wird schon erworben ^^…die Jungs sind echt GENIAL! Die Coversongs klingen für mich wie Stevie Wonder on futuretrip ^^ SUUUPER!

    greetz

    Cine

  2. chmee

    🙂 gerne geschehen.

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