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Archiv für die Kategorie ‘Audio’

Warum es RadioEins sein muss

17. August 2009 chmee Keine Kommentare

1995 hab ich KissFM gehört. Englische Musik von Englischsprechenden vorgestellt. 1998 war es dann wohl Radio Fritz. Breiteres Spektrum und nicht so schlechte Hiphop-WischiWaschi-Sprüche in Pseudo-Schulhof-Slang, vorgetragen von 25Jährigen. Aber Jetzt ? Ab und zu schalt ich noch auf die Anderen um, nur um zu bemerken, dass ich das nicht mehr will. Teenieslang und Mittelstufengekicher. Ganz Schlimm : Die Klassiker der Musikgeschichte verkommen bei diesen Sendern zu Hotrotations-Songs, wo bleibt das Ehrgefühl und die Gänsehaut, wenn man mal wieder Abba’s Glanz&Glamour hört, die Jackson5 mit ABC die Lautsprecher aufdrehen lässt oder Lynyrd Skynyrd mit Sweet Home Alabama eine Ode auf ihr Leben zum Besten gibt.

radioeins

Ich bleib bei RadioEins und kann jedem stiloffenen Hörer dazu raten, auch mal reinzuhören. Ja, sie haben auch eine Hot-Rotation, ja, die kann einem auch auf den Geist gehen. Werbung ? Seltener als bei den Anderen. Radio1 bekennt sich und bedankt sich für die Zahlung an die GEZ. Zumindest hier sind die Gesprächsthemen sehr viel interessanter als bei den Anderen. Ich werde wohl alt, dass ich mehr hören will als nur “wer hat mit wem ein Techtelmechtel” oder “Schaut mal, was XX trägt”. Deren tägliche Informationsmenge entspricht etwa dem jährlichen Infoaufkommen auf den Teenie- und 70/80/90s-Sendern.

RadioEins hat verflucht interessante -vor Allem- regelmäßige Beiträge. Montags ist zum Beispiel die Musikanalyse sehr hörenswert, ab etwa 19.40h wird ein bekannter Song musikalisch analysiert. Songaufbau, Anleihen aus anderen Songs. Grad’ für Musiker sehr spassig. Es lohnt, jeden Abend ab etwa 18.45h einzuschalten und die Popsplits zu hören. Die Geschichte hinter einem Hit, sehr interessant. Auf der Radio1-Seite sind inzwischen 772 Popsplits zusammengetragen. Um 11.10h ist die Namenforschung dran, nicht dass Namenforschung immer so interessant ist, aber die Hauptdarsteller der Reihe sind inzwischen Kult, echte Individuen. Nicht zu vergessen der Samstag, der mit den Profis um 9.00h beginnt. Ein immer sehr interessanter Kurzauftritt von Herrn Dr. Mark Benecke, dem Vampirologen und Todvariations-Philosophen (Podcasts der letzten Interviews hier). Ab 14.00h auch noch Escape, die Sendung rund um die Computerwelt, auch hier ein Kurzbesuch vom Heiseverlag, den c’t-Schreiberlingen.

Hier einige hörenswerte Podcasts:

Benecke und das Geld der Aktien-Profis, Benecke und die homöopathischen Medikamente, Einblick bei den Sonntagsfahrern, 12.00Uhr Mittags, das Kinomagazin

Kurzum, ich mag RadioEins, die HotRotation ist vorhanden, nervt aber nicht so sehr, wie bei den Top-Pop-Sendern, musikalisch trotzdem weit gefächert. Werbung ist irgendwo auch dabei. Inhaltlich weit an der Spitze, Themen, die einem Ü30 mehr gefallen als das stetige “Boah, voll geil der neue Wagen von..” oder das immerwährende Teenie-”hihi..”. Ab und los zu RadioEins, ich weiss nicht, ob Deutschland ansonsten so einen Sender zu bieten hat. Mit Grüßen chmee

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GameMusic ist Kewl!

13. August 2009 chmee 1 Kommentar

VideogamesThemesKlassiker der Videospielegeschichte neu eingespielt. Amüsant und herzzerreissend. Jedesmal ein Anflug von Gänsehaut und die Freude, dass etwas in die Ewigkeit getragen wird. Kann die Theme von SuperMario etwa in die Historie eingehen wie einst Beethovens No9 ? Chris Hülsbeck, Koji Kondo oder Rob Hubbard müssen in der musikalischen Geschichte verewigt werden. Hier die Liste von Videospielekomponisten.

 

SuperMario Quintet

SuperMario auf zwei Gitarren -- Zack Kim

Medley Quintet

Chris Hülsbeck Great Giana Sisters in einer Orchesterversion

Chris Hülsbeck TurricaneII

Rob Hubbard Monty on the Run Gitarrenrock

Monty on the Run als Orchesterversion

Rob Hubbard International Karate

 

 

Gesangskabine – Weiteres

6. Juni 2008 chmee Keine Kommentare
Letztens hat sich eine Person bei mir gemeldet und hatte einige Fragen. Ich möchte jene nicht vorenthalten, da Infos und interessante Gedanken zustandekommen könnten, die andere Personen auch interessieren könnten:

Mail von A.

Hallo aus Berlin
..
Also, meine Fragen betreffen die Schalldämpfung, also meine Musik darf nicht nach draußen gelangen, Konstruktion mit Rigips und Alternativen.

Meine “mögliche” Kabine hat folgende Daten:

Es soll eine Musik-Übungskabine mit den Maßen
H 220 – B 190 – T 190 gebaut werden.

Die Zeichnung gibt ein bißchen mehr her. Auf dem Papier oder dem Bildschirm sieht immer alles so toll aus…
1. Kabine von oben. Das gelbe im Bild stellt das Alu-Ständerwerk und das braune die Rockwool dar. Bilder der Seiten kann ich auf Wunsch zumailen.
2. Re Seitenwand auf den Boden gelegt. Die Wand ist in drei einzelne Elemente aufgeteilt.
Bilder hier nicht hinterlegt – auf Anfrage

Die Funktion der Kabine besteht darin, laut Musik zu spielen (Gesang und Klavier) und Aufnahmen (Abhören in Zimmerlautstärke) zu tätigen. D.h. daß man außerhalb der Kabine möglichst nichts von der Musik hören darf. Die Kabine steht also an der Wand und hat keinen Kontakt mit dieser (8 cm Abstand zur Eck-Wand).

Zur Bauweise
Decken und Wände:
- Außen doppelt beplankte Gipskarton-Platten (z.B. Rigibs Piano 12,5 mm)
- 80 mm Steinwolle (z.B. Sonorock von Rockwool Sonorock)
- abschließend eine Gipskarton-Platte (z.B. Rigibs Piano 12,5 mm)

Der Boden wird tragend aus Spanplatten & Rockwool & Spanplatten konstruiert.

Meine Fragen:

1. Im Groben müßte das ja Deinen Kabinen-Maßen entsprechen. Kannst Du tatsächlich “laut” spielen und Musikhören, ohne das etwas nach draußen gelangt? Hast Du so eine starke Schalldämpfung? Würdest Du die nächste Kabine anders bauen, vielleicht mit Änderungen?

2. Normalerweise werden die Wände durchgehend gebaut, so daß ich einen zusammenhängenden “Würfel” habe.

Da ich die Option wünsche, die Kabine später aufbau- und abbaubar zu haben, möchte ich wissen, ob es einen akustischen Nachteil gibt, wenn ich die einzelnen Wände in mindestens 3 Teilsegmenten baue, und sie später zusammenfüge?
Mit Teilsegmenten meine ich die Bauform wie oben beschrieben in der “Bauweise”.

Die Außenwände der einzelnen Segmente, also wo sonst das blanke Ständerwerk zu sehen ist,wird mit einem dicken gummierten Band beklebt sein, so daß beim zusammendrücken der Segmente, Gummi an Gummi drückt. So würden die Wände luftdicht angepreßt sein.

3. Hast Du Deckenkonstruktion ebenfalls mit Rigips gelöst? Ist das Gewicht nicht zu hoch?

4. Hast Du auch die Variante mit Span- OSB-platten bedacht?

Ich hoffe ich erschlage Dich nicht allzusehr, aber Du hast doch tatsächlich etwas zustande gebracht, was alle möglichen “Rigpis-Profis” für nicht möglich erachten! Ich denke, die haben keine Erfahrung in diesem Bereich.

Gruß A.

zur Bauweise:
Zu bedenken ist, dass kein Körperschall austreten darf, ergo muss der Boden “schwimmend” verlegt sein, bei mir mit Styropor geschehen.
Stichwort : schwimmender Estrich

zu 1.
Ich habe keine dB-Tests gemacht, kann also nicht bestätigen, dass ich die theoretischen Werte erreicht habe. Tatsache ist aber, dass meine Frau und mein Kind im Nebenzimmer beruhigt schlafen können, wenn ich Gesangsaufnahmen mache. Ich habe hinter meiner Wohnungswand so ein Musikerpäärchen, das zu den ungewöhnlichsten Zeiten ( Samstag Mitternacht ) rumsingt, auf dem Drumset spielt. DAS ist im ganzen Haus zu hören. Die haben nix gemacht, ausser Molton an die Fenster zu nageln, eher ein Sichtschutz und zum Beruhigen des eigenen Gewissens.

Deine B und H Maße sind gleich, das könnte zu Resonanzen führen. Wenn ich sowas nochmal bauen würde, würde ich vielleicht die Wände windschief zueinander setzen, damit keine extremen Resonanzbäuche und Täler entstehen. Theorie :) Zudem ist die Holz-Tür mit Aufsatz nicht besonders, da würde ich mir beim nächsten Mal mehr Gedanken machen. Aber eine Brandschutztür wiegt doch n bissel zu viel. Nachtrag : Die Holztür funktioniert, aber ich kann mir vorstellen, dass es bessere Möglichkeiten zu humanen Preisen gibt.

zu 2.
Kann funktionieren, könnte aber auch ein Durchlaß für besondere Frequenzen werden.

zu 3.
Ja, die Deckenkonstruktion ist auch Rigips mit Thermarockfüllung, logischerweise mit Profilen gestützt. Ich habe ja geschrieben, dass die Kabine etwa 750kg wiegen müsste, das ist knapp an der Grenze der Tragfähigkeit des Bodens eines Wohnraumes ( ist – glaub ich – 300kg/m² )

zu 4.
Holz habe ich von Vornherein ausgeschlossen, da es zu elastisch und offenporig ist und daher mitschwingt, ergo Schall nicht besonders gut dämpft.

Zitat:
Ich hoffe ich erschlage Dich nicht allzusehr, aber Du hast doch tatsächlich etwas zustande gebracht, was alle möglichen “Rigpis-Profis” für nicht möglich erachten! Ich denke, die haben keine Erfahrung in diesem Bereich.

Interessant.. Was halten denn die Rigips-Profis für nicht möglich ? Ich habe nach meiner Planung mit einem Freund ( Trockenbauer ) alles durchgesprochen und mir Tipps geben lassen, damit ich beim nächsten Treffen die Einkaufsliste geschrieben habe. Hinter mir im Regal steht ein Rigips-Ordner, wo verschiedenste Wandbauten beschrieben sind, auch bezüglich Dämmung.

Ich würde gerne unseren Dialog in den Thread stellen, damit auch andere Interessierte Infos bekommen.

Re von A. – Vielleicht schreiben wir hier weiter :)
..
also es verspricht spannend zu bleiben:

Der Raum befindet sich unter einem Schrägdach. Diese Schräge muß ich in die Kabine auch einarbeiten. Somit die Maße “nicht alle” symmetrisch.
Der braune Klotz stellt einen durchgehenden tragenden Balken durch alle “oberen Zimmer” dar. Unüberwindbar, es sei denn, man kalkuliert die Schräge mit ein.

Tür
Ich muß ja in die Kabine hinein. Da meine Tür links in der Abbildung sein muß, wird diese auch die Schräge in sich haben. Man riet mir ab, eine fertige Tür zu wählen. Besser sei eine doppelt verschraubte Spanplatte mit Rockwool innen (?!?)
Die Tür liegt außen auf einen schmalen Türrahmen, um sie luftdicht verschließen zu können. Auch selbst konstruiert (zumindest auf meinem ruhigen MAC).

Eine Türzarge solltest Du schon einbeziehen, die sind aus Metall, verwindungssteif und tragen sauber die Tür. Im Grunde genommen habe ich ja die gleiche Türkonstruktion. Billigtür von Bauhaus, Rahmen aufgesetzt, mit Thermarock gefüllt und mit einer Spanplatte verschlossen.
Türdicke etwa 9cm, 5cm allein der Aufsatz mit Wolle.

Rigibs Profis meinen
Die sog. Rigibs Profis meinten, diese und damit ja auch Deine Konstruktion würden keinen ausreichenden Schallschutz nach Außen gewähren, so daß immer noch die mittleren bis tiefen Frequenzen hindurch gelangen.

Sie könnten damit recht haben, für ein Drumset in einer Mietwohnung würde ich auch noch anders bauen. Nur wie ich oben schon schrieb, ich brauche keinen 1A-Super-Aufnahmeraum, sondern habe das erfüllt, was ich wollte : Ich kann Nachts aufnehmen ohne dass mir meine Frau oder Mitmieter die Beine ausreissen :)
Hier ein Link zur DIN 4109 ( Schallschutz ). Die Werte im Rigipsordner (Längsdämmmaß hier) sind beschrieben nach dieser DIN. Wenn man sich anschaut, dass Sporthallen eine Dämmung von 55dB haben sollen, ist meine Kabine schon wirklich gut dabei. Wenn Du den Rigipsordner-Link nach unten scrollst, siehst Du, dass die Dämmung NICHT gleichmäßig über den ganzen Frequenzbereich geht, natürlich werden Tiefen und Mitten weniger gedämmt, da muss man den Rigips-Profis recht geben.

Funktion der Kabine
Deshalb stellte ich auch meine Frage, wie laut Du hörst oder ob Du auch in dem Raum abmischen kannst? Denn Anspruch ist ja zum einen laut zu singen, zum anderen Klavier zu spielen und abzumischen. Aber eben auf Zimmerlautstärke.
Singst Du nur oder rockst Du auch laut?
In die Kabine soll ja später mein Aufnahme-Equipment hinein. Wie gesagt, zum Musikmachen und abmischen.

Abmischen tue ich in dem Raum nicht, das mache ich im Arbeitsraum mit Syrincs M3-220 Tagsüber, Aufnehmen tue ich mit Kopfhörern, damit alles reibungslos funktioniert und Niemanden stört.
Grundsätzlich nehme ich Gesang oder Sprecherstimmen auf, da wird es nie so laut, abgesehen von irgendwelchen Rap-Phrasen. Wenn ich kann, werde ich in den nächsten Tagen noch dB-Messungen mit nem Nokia-Telefon machen, für erste Gedanken sollte das reichen.

Die Decke
Bei der Decke kamen Zweifel, sie könnte zu schwer sein. Nach welchen Vorgaben muß ich mich denn richten? Ich meine, nicht daß nach vollendeter Arbeit der Boden wegbricht…
Sollte ich dazu den Wohnungseigentümer um Erlaubnis fragen?

Oh, ich glaube, ich würde nicht fragen. Das endet mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit bei einem NEIN ! Andersrum solltest Du Dir sicher sein, dass Du diesen Wert nicht übersteigst, sonst sind die Kosten astronomisch.

Der Boden
Der Boden ist folgendermaßen konstruiert:
1. viele kleine Gummi-Plättchen bedecken die spätere Fläche
2. Spanplatte liegt auf den Gummi-Plättchen. Die Platte wird von einer Leiste umgeben. Auf der Platte befindet sich Rockwool (z.B. 80mm)
3. Der eigentlich Boden der Kabine liegt nun “schwimmend” auf der Spanplatten-Rockwool Konstruktion.
Somit wäre der Boden akustisch entkoppelt.

Das klingt doch OK.

Segment Bauweise
Die Idee der segmentalen Bauweise sollte nur einen möglichen Abbau begünstigen. Sonst wäre ja alles Müll.
Frage doch mal Deinen Trockenbauer, wo er denn die Hindernisse sieht? Auch wenn sie luftdicht verschlossen aber nicht verfugt werden.

Tja, ich habe mich damit abgefunden, dass die Kabine in ihrer Lebenszeit die Kosten wieder einspielt ( das hat sie schon ), alles Weitere ist zu meinen Gunsten. Ich versuch mal nachzufragen..

Es gibt ja fertige Holz-Kabinen, für die allerdings ein Vermögen verlangt wird. Und die Hersteller können keine Dachschrägen mit einkalkulieren!

Deshalb muß ich ja auch eine eigene Lösung finden.

Nochmal zu meiner Person : Ich beschäftige mich nicht ausschliesslich mit Ton, deswegen war mein Anspruch auch nicht, eine vollprofessionelle Kabine zu bauen. Aber auf einer Skala von 0-10 würde ich ihr locker eine 8 geben, und das zu einem unschlagbaren Preis.

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Leafcutter John – sounds like Aphex Twin

8. März 2008 chmee 1 Kommentar

Download und Infos Hier

Man packt seine Lieblingssongs und Schnippsel rein und kann sie richtig schön zermatschen :)

Und das ist Leafcutter John in Action :

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Audiosequencer in J2ME

6. Oktober 2007 chmee Keine Kommentare
–> Nachtrag Jan 2008 ->
Das Problem ist, dass auch J2ME sehr unterschiedlich implementiert wird. Und auch Flash ist auf Handies nicht gleich Flash. Das eine Gerät kann WAV abspielen, dass andere -obwohl der Befehl implementiert ist- gibt keinen Laut von sich. Schaut auch nach Flashlite, wenn Euch das Thema interessiert.

DIY – Gesangskabine in medias Res

29. April 2006 chmee Keine Kommentare

Akustische Trennung:
Die Kabine muß akustisch vom eigentlichen Boden/Wänden isoliert werden. Das Problem ist unter dem Begriff “Körperschall” bekannt.

Schwimmender Estrich:
Also Flux einen Holzrahmen gebaut, den erst mit einer Schicht dicken Styroporplatten (etwa 20mm) ausgelegt,dann mit dünnem ( max. 3mm ) Styropor die Seiten. In diese Wanne wird das Estrich reingegossen und härtet etwa 3 Tage aus. Achja, Gewicht etwa 120kg bei 2qm.

Bild

Da im Grunde alles, was auf diesem zweiten Boden gebaut wird, vom eigentlichen Gebäude entkoppelt ist, benötigt man keine “flexible Innenwand” Konstruktion.

Hier nochmal die Begriffe Schalldämmung und Schalldämpfung zur Erklärung. Die werden doch oft zusammengeworfen oder verwechselt. Schalldämmung ist die akustische Trennung mehrerer Räume zueinander. Schalldämpfung beschreibt die akustische Veränderung eines Raumes.

Nun benötigt man die Standardartikel für Rigipsbau. Als da wären: Versch. Profile für die Decken und Wände, Besondere für Fenster und Türen. Da gibt es so interessante Abkürzungen wie C / CD / UD / etc. – Profil, die alle ihre besonderen Nutzen haben :D

Zurück zum Thema:
Die Wände sind doppelt beplankt, d.h., jede Wandfläche besteht aus 2 übereinander liegenden Rigipsplatten ( 2×12,5mm ). Der Zwischenraum beträgt 50mm. Und dieser wird in meinem Fall mit Termarock100 gefüllt. Dies ist eine schwere Mineralwolle von Rockwool. Spezifische Dichte : 110 (kg/m³) . Umso schwerer das Material, desto mehr Schallenergie wird absorbiert/aufgenommen.

Die Wände sind somit 25mm + 50mm + 25mm = 10cm dick und sollen theoretisch 53dB schlucken.

Bild

Dieses Bild zeigt die Kabinenseite zur Wand, wo keine zweite Schicht Rigips benötigt wird. Das ist auf dem obigen Plan die rechte Seite. Nicht wundern…

Hmm, also ich zeig einfach mal weitere Bilder während des Bau’s.

Bild

Kurze Rechnung für die Rohbau-Materialien:

1. 20 Platten Rigips 2m*1,20m*125mm
2. 15qm Mineralwolle Termarock 40mm

3. 11stk. C-Ständer Profil 50mm 2,50m
4. 4stk. U-Profil 50mm*40mm 5,00m
5. 3stk. CD Profil 60*27mm 4,00m
6. 3stk. UA-Profil 50mm 2,60m
7. 4stk. UD-Profil 30mm 3,00m
8. 5stk. Eckschutzprofile 2,50m

9. Dichtungsband 50mm 30m
10. Rigipsschrauben 1000er Pack
11. Fugenfüller 10kg
12. 2 Rollen Glasvlies 25m
13. 100stk. Nageldübel 6x40mm

14. Ständerwerkzarge MW100 750x2000mm

15. Akustik-Fensterscheibe 400mmx600mm
Zweifach doppelt verglast, Schalldämmung 50dB

Bei Bauhaus würde das kosten : etwa 1000 EUR

Bild

Da fehlt noch Einiges:

A. Eine Tür:

Wir haben die preiswerteste Tür bei Bauhaus gekauft, etwa 25EUR und haben die mit einem weiteren Holzrahmen und einer MDF-Platte um weitere 6cm verdickt. Logischwerweise gefüllt mit Termarock. Das ist keine Optimallösung, aber eine Brandschutztür wiegt so viel, dass ich mit der kompletten Konstruktion die Tragkraft einer Wohnungsdecke überschreiten würde :)

B. Kabel:
Audio, CAT5 und Video- und Stromleitungen beim Bau mit reingezogen. jeweils 5-10m.

B2. Blende:
Damit die Audio und USB-Anschlüsse professionell aussehen, habe ich mir eine Blende anfertigen lassen bei http://www.schaeffer-ag.de. Kostenpunkt etwa 35EUR

Bild

C. Kleinzeugs:
XLR Neutrik Anschlüsse für die Blende und ein USB-Anschluß. Sonstige Stecker und Verlängerungen für den Einbau.

Bild

Hier noch einige interessante Links zum Selbstbau:

Schallabsorption von Noppenschaumstoffplatten PDF

Rigips-Schalldämm-Maße PDF

Warum Eierkartons “nix” wert sind HTML

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Und weitere Fotos vom Bau:

Bild
Das ist die Ausbuchtung für das Fenster

Bild
Hier mit Mineralwolle gefüllt. Mineralwolle ist schon ein kratziges Zeug. Ich empfehle, mit Gummihandschuhen zu arbeiten !

Bild
Hier die eingesetzte Zarge, befestigt an den UA-Profilen. Man beachte die Mineralwolle zwischen Profil und Zarge. Sehr wichtig und gleichzeitig sehr
mühselig.

Bild
Fensterseite außen teilweise mit Rigips verschlossen.

Bild
Türseite teilweise mit Rigips verschlossen.

Erstmal mfg chmee

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DIY – Gesangskabine im Eigenbau

6. April 2006 chmee Keine Kommentare

Mahlzeit, die Damen und Herren der musischen Schöpfung.

Ich beschreibe hier mal den Bau meiner Gesangskabine. Die Frage wird
in anderen Foren ja recht oft gestellt, wie bauen, welche Kosten, was möchte
man erreichen etc..

Zu aller Erst: Eine Gesangskabine kann vier Eigenschaften haben:
1. Möglichst klare Aufnahmen zu machen.
2. Umgebungsgeräusche wegzudämmen
3. Die Nachbarn zu beruhigen.
4. Sie bringt einen professionellen Touch.

2. und 3. Implizieren eigentlich die gleiche Vorgehensweise, sind eben in der Grundproblematik verschieden.

zu 1. kann ich nur sagen, dass, wenn trockene Aufnahmen benötigt werden, eine Gesangskabine nicht benötigt wird.
Dies kann man auch durch Verhängen des Raumes mittels Molton oder ähnlicher Stoffe erreichen.

zu 2.: Wenn der Straßenlärm, ein spielendes Kind oder das Rechnersystem hörbar ist,
versucht man, die Aufnahmesituation zu verbessern, indem man die Störgeräusche dämmt.

zu 3.: Wenn man beruhigt Singen, schreien oder Gitarre spielen möchte, ohne die Eltern oder die Nachbarn
zu stören, dämmt man das Signal, das nur auf das Aufnahmemedium gebannt werden soll.

zu 4.: Ja, es bringt viel, wenn man dem Sänger/der Sängerin ein gutes Gefühl vermittelt.
Nicht so eine Badezimmeraufnahme-Sache, sondern ein eigener Raum
mit Kopfhörerverstärker, ner Textablage oder, wie hier geplant,
nem TFT-Display für Text-, Arrangement- oder Videosicht.

Also, in medias Res:
Ich habe in meinem Arbeitsraum eine Ecke für ne Gesangskabine
reserviert, die ist mit etwa 1,3m x 1,5m recht klein, hilft aber in vielerlei
Hinsicht. Mein Audiosystem steht gleich daneben und röhrt ganz schön.
Das Aufnahmesignal wird richtig trocken und ich kann die ganze Nacht
aufnehmen und proben, ohne mein Kind und die Nachbarn zu stören.

Bild

Der Platz ist groß genug, um einen Hocker reinzustellen, das Mikrofon
aufzubauen und loszuträllern.

Folgende Daten habe ich im Netz zusammengelesen und auf den Seiten von Rigips und Co überprüft.
1. Akustische Trennung ist nötig, wenn auch Nachts kein Sound an die Umwelt abgegeben werden soll.
2. Mit zweifach doppelt beplankten Wänden (Rigips 12,5mm), einem schweren Wandfüllstoff – Mineralwolle
Termarock- und einer Wanddicke von 10cm komme ich theoretisch auf Werte von 53dB Dämmung.

Bild

Bild
Tja, wenn man mit 3D zu tun hat, macht man natürlich schon mal ne
Visualisierung der Ideen :)

Grundsätzlich sollten die Raum-Innenmaße keine ganzzahligen Verhältnisse
aufweisen, da sonst Resonanzfrequenzen besonders stark entstehen
und den Raumklang und die Aufnahme vermiesen.

Meine Verhältnisse sind: (Innenmaße) H 182cm B 112cm L 135cm
H:B:L – 1:0,61:0,74 oder B:H:L – 1:1,625:1,34

Ach ja, Hier noch Links zu anderen Selbstbau-Projekten, ich möchte meinen Bau nicht als Ultimo anbiedern :

Kabine, meiner ähnlich

Making of Aufnahmeraum – PDF

Subspeed Variante

Offene Bauweise

Erstmal mfg chmee

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